Kursleiterin: Helga Pasemann
Der Holunder wächst nicht nur gern in der Nähe von Menschen, er dient uns auch seit jeher zu Nahrungs- und Heilzwecken. Sowohl seine hellen, weiß leuchtenden Blüten, als auch seine dunklen schwarzen Beeren haben in Küche und Hausapotheke ihren Platz. Viele Märchen und Lieder handeln vom Strauch der Holle und verraten ein wenig über seine einstige Zauberkraft.
Als Heilpflanze hat der Schwarze Holunder eine lange Tradition. Bereits in der Antike galt er als universell einsetzbare Arzneipflanze. Erst Jahrhunderte später setzte man den Holunder bei Fieber und Infekten der Atemwege ein.
Holunder galt durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten bei Krankheiten und als wichtiger Vitamin C-Lieferant als „Apotheke der armen Leute“.
In der Volkskunde und Mythologie galt der Holler als ein „heiliger Baum der Ahnen“ und als eine Art „Tor in die Anderswelt“ und durfte nicht gefällt werden. Aus der germanischen Göttin Hel oder Holle, der er geweiht war, wurde später im Grimm-Märchen die „Frau Holle“. Der Holler ist ebenso zweideutig wie seine Göttin, er ist zugleich Heiler aber auch giftig, blüht leuchtend weiß, hat aber dunkle Beeren.
